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Beschreibung der Zuchtwertschätzung

Auf dieser Seite können Sie pdf-Dateien mit ausführlichen Erklärungen zu den Grundlagen, Methoden und Modellen der Zuchtwertschätzung herunterladen. Für eine Beschreibung der Holstein-ZWS weisen wir auf die Homepage der VIT Verden www.vit.de hin.
Falls Sie den Adobe Acrobat Reader zum Öffnen der pdf-Dateien nicht haben, können Sie diesen hier kostenlos herunterladen. 
 
  

  
 
zuletzt aktualisiert: Mai 2011

 

Zuchtwertschätzung in Stichworten:

Allgemeines

  • für alle Rassen und Merkmale gemeinsam mit Deutschland
  • Aufteilung:
    - LfL Grub: Milch, Exterieur, Zellzahl, Melkbarkeit, Persistenz
    - Stuttgart: Fleisch
    - ZuchtData: Nutzungsdauer, Fruchtbarkeit, Kalbeverlauf, Totgeburtenrate, Gesundheit, Gesamtzuchtwert
    - VIT Verden: alle Merkmale für Holstein
  • 3-mal jährlich (April, Aug. und Dez.)
  • Basis: 8-10 Jahre alte Stiere (Pinzgauer: 8-12, Grauvieh: 9-14, Holstein: Geburtsjahrgänge 01-03).
    bei jeder ZWS aktualisiert
  • Relativzuchtwerte: Mittel 100, Streuung 12 aufgrund der wahren genetischen Standardabweichung Zuchtwerte über 100 züchterisch wünschenswert (ausgenommen Exterieur)
  • Veröffentlichungskriterien:
    Milch: Töchterleistungen in mind. 10 Betrieben
    Exterieur: Fleckvieh, Braunvieh, Pinzgauer: 20 Töchter, Grauvieh: 10 Töchter
    alle sonstigen Zuchtwerte: offiziell wenn Milch offiziell, sonst mind. 30% Sicherheit

Milch

  • Testtagsmodell (random regression)
  • BLUP-Tiermodell
  • Kontrollen aus allen Laktationen
  • Laktationen 1. : 2. : 3. und weitere jeweils mit 1/3 gewichtet
  • bei den Rassen Fleckvieh, Braunvieh und Holstein ersetzen die Interbull-Zuchtwerte teilweise die rein nationalen (deutsch-österr.) Zuchtwerte
  • Milchwert MW (Holstein: RZM): Fleckvieh, Braunvieh: Fett-kg : Eiweiß-kg = 1 : 10, alle anderen Rassen = 1 : 4
    Braunvieh, Holstein: zusätzlich Eiweiß-%

Fleisch

  • BLUP-Tiermodell
  • Daten aus Eigenleistungs- und Nachkommenprüfstationen, Versteigerungen, Vertragsmastbetrieben und Schlachthöfen (Pinzgauer, Grauvieh: Schlachtdaten von Kälbern) 
  • gemeinsam mit Ungarn und Tschechien 
  • Fleischwert FW:
    Fleckvieh, Braunvieh: NTZ : AUS : HKL = 44:28:28
    Pinzgauer: NTZ : HKL = 50:50
    Grauvieh:  NTZ-Ochse : HKL-Ochse : NTZ-Kalb : HKL-Kalb = 25 : 25 : 25 : 25 
  • Gebrauchskreuzungszuchtwert GKZ: Index aus den Zuchtwerten Tägliche Zunahme, Ausschlachtung, Handelsklasse und den paternalen Zuchtwerten für Kalbeverlauf und Totgeburtenrate
    (Fleisch : Fitness = 75:25)

Nutzungsdauer 

  • Lebensdaueranalyse (Survival Analyse)
  • leistungsunabhängige Nutzungsdauer
  • Fleckvieh, Braunvieh: Exterieur als Hilfsmerkmal
  • Holstein: Exterieur, Zellzahl, Fruchtbarkeit als Hilfsmerkmale

Persistenz

  • aus Testtagsmodell-Zuchtwerten errechnet
  • Zuchtwertabfall bzw. -anstieg vom 60. bis zum 300. Laktationstag

Fruchtbarkeit

  • BLUP-Tiermodell
  • Töchterfruchtbarkeit (maternal): Index aus Non-Return-Rate und Verzögerungszeit 
  • Stierfruchtbarkeit (Befruchtungswert): korrigierte Non-Return-Rate in % (kein ZW)

Kalbeverlauf und Totgeburten

  • BLUP-Tiermodell
  • multivariat
  • paternal und maternal

Zellzahl und Melkbarkeit

  • Testtagsmodell (fixed regression)
  • BLUP-Tiermodell
  • multivariat
  • Zellzahl: erste 3 Laktationen
  • Melkbarkeit: durchschnittliches Minutengemelk (DMG) 1. Laktation, tw. zusätzlich Milchfluss-Befragung

Gesundheit

  • BLUP-Tiermodell
  • Daten: tierärztliche Erstdiagnosen 

Exterieur

  • BLUP-Tiermodell
  • Daten aus linearer Nachzuchtbeschreibung
  • gemeinsam mit Italien (Fleckvieh)
  • je höher desto besser gilt nicht generell

Gesamtzuchtwert

  • mit Indexmethode aus Zuchtwerten der einzelnen Merkmale unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Gewichte, der Sicherheiten und der genetischen Korrelationen
  • Gewichtung:
    Milch : Fleisch : Fitness : Exterieur
    Fleckvieh: 38 : 16 : 46 : 0
    Braunvieh: 48 : 5 : 47 : 0
    Holstein: 45 : 0 : 40 : 15
    Pinzgauer: 36 : 14 : 50 : 0
    Grauvieh: 25 : 20 : 55 : 0
     

25.05.2011