Stabiler Markt bei Milch ist positives Signal
Gastkommentar von Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.
![]() Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich Foto: LK-Ö |
Ein weiterer wesentlicher Grund dafür ist, dass weltweit weniger Milch produziert wird. Die Anlieferungen in der EU liegen unter dem Vorjahr, auch in den USA stagniert die Produktion auf Vorjahresniveau, Australien verzeichnet aufgrund von Dürreschäden einen Produktionsrückgang von über fünf Prozent und Neuseeland ist ebenfalls deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben. Nicht zuletzt sollte auch erwähnt werden, dass Exporte in Drittstaaten für die gesamte EU-Landwirtschaft aufgrund des Euro-Wechselkurses in den letzten Monaten wesentlich konkurrenzfähiger wurden. Schließlich haben auch in Österreich mehrere Handelsketten angekündigt, die Preise für Butter anzuheben.
Eines ist klar, und da sind wir schon beim Thema Markt-Transparenz, von diesen Preissteigerungen muss ein gerechter Anteil auch bei den Bauern selbst ankommen. Die von der Europäischen Kommission im Oktober 2009 eingesetzte High Level Group zur Erarbeitung von mittelfristigen Maßnahmen für den Milchsektor wird demnächst ihre Schlussfolgerungen präsentieren. Ich erwarte mir daraus konkrete Lösungen für die Milchbauern, insbesondere was die Stärkung der Verhandlungsmacht, die Transparenz in der Lebensmittelkette oder die Kennzeichnung für Milchprodukte anbelangt.
16.06.2010


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