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Rumänien: Gutes Zeugnis für RINDERZUCHT AUSTRIA



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Salzburgs Agrarlandesrat Sepp Eisl besucht Zuchtbetriebe in Rumänien

Im Bild (von rechts): Agrarlandesrat Sepp Eisl und Ing. Ägidius Kogler (Organisator der Reise) im Gespräch mit einem rumänischen Rinderzüchter in Baia de Cris. Foto: Archiv
Im Rahmen dieses Besuches standen politische Gespräche und Besichtigungen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe im Mittelpunkt. Im Bereich der Rinderzucht besuchte Landesrat Sepp Eisl neben einem großen universitären Musterbetrieb vor allem rumänische Kleinstbetriebe. Dabei war vor allem die Dominanz der österreichischen Genetik auffallend. In der Vergangenheit sind viele Zuchttiere und Samen von Österreich nach Rumänien exportiert worden.
„Hier hat die RINDERZUCHT AUSTRIA über Jahrzehnte hervorragende Arbeit geleistet. Auch beim derzeitigen Einbruch der Exportzahlen von Zuchttieren ist noch ein enormes Potential für die Zukunft vorhanden. Dieses sollte mittelfristig für den österreichischen Zuchtviehabsatz genutzt werden“ hob Agrar-Landesrat Sepp Eisl hervor.
Bei einem Milchwirtschaftsbetrieb in der Nähe von Arad mit 800 Rindern konnte die Problematik von Großbetrieben ausführlich besichtigt und diskutiert werden. Sehr gegensätzlich war anschließend der Besuch von Pinzgauer Zuchtbetrieben in den Südkarpaten. Diese produzieren hauptsächlich für die eigene Familie und teilweise auch für den örtlichen Markt. Milchabholung durch eine Molkerei gibt es dort keine. In Rumänien bewirtschaften zwei Drittel der 4,5 Millionen Landwirte weniger als zwei Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Im Durchschnitt werden 2,4 Rinder je Betrieb gehalten. Etwa 80 Prozent des Kuhbestandes Rumäniens wird in solchen Kleinbetrieben gehalten.
In Bezug auf die Rasse Pinzgauer war Eisl von der Qualität der Tiere sehr beeindruckt, aber gleichzeitig betroffen vom starken Rückgang dieser Rasse in Rumänien. Ein Vertreter des staatlichen Zuchtverbandes hat berichtet, dass mittlerweile nur mehr ein Bestand von 50 reinrassigen Tieren existiert. Ohne Unterstützung würde der Bestand weiter abnehmen. In den Gesprächen mit politischen Vertretern und Betriebsführern wurde immer wieder auf ein spezielles Problem Rumäniens hingewiesen. Quer durch alle Berufsgruppen ist ein Ausbildungsdefizit vorhanden. Dies gilt insbesondere für die Landwirtschaft und bremst neben anderen Faktoren eine Weiterentwicklung auf EU-Niveau.