Rinderzüchter starten Informationsoffensive
RINDERZUCHT AUSTRIA positioniert sich mit Fünf-Punkte-Programm
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Wichtiger Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum
Die Bedeutung einer funktionierenden Viehzucht und -haltung für Österreich darf nicht außer Acht gelassen werden. So entfallen auf die Rinderwirtschaft rund 30% der heimischen agrarischen Wertschöpfung, was die Notwendigkeit der Existenzsicherung für 73.000 Rinder haltende Betriebe unterstreicht. "Über die Rinderzucht entsteht zudem ein großer gesellschaftlicher Zusatznutzen, der über den Markt nicht abgedeckt wird", unterstreicht ZAR-GF Mag. Franz Sturmlechner. 1,5 Mio. Hektar Grünlandfläche, davon etwa 9.000 Almen mit einer halben Mio. ha Futterfläche, würden weitgehend über die Rinderhaltung veredelt und somit als Kulturlandschaft gesichert. Diese wiederum komme vor allem dem in Österreich wirtschaftlich sehr wichtigen Tourismus zugute. Eine weitere Kürzung der Förderungen für die heimische Rinderzucht hätte somit weitreichende Konsequenzen.
![]() Das Fünf-Punkte-Programm der RINDERZUCHT AUSTRIA Foto: - |
Ohne eine flächendeckende Leistungsprüfung gibt es keine Zuchttiere und keinen Zuchtfortschritt. Die Leistungsprüfung liefert die erforderliche Datengrundlage für die Herdebuchführung, Zuchtwertschätzung und Selektion der Zuchttiere. Die kompakten Auswertungen dienen dem Züchter als wertvolle Unterstützung für das Management seiner Herde. Die zentrale Auswertung und Aufbereitung der Daten aus der Leistungsprüfung durch die ZAR/ZuchtData ist die Grundlage für den Zuchtfortschritt, die Umsetzung der Tiergesundheit und notwendig für die Weiterentwicklung des Rinderdatenverbundes RDV. Von den insgesamt 533.000 Milchkühen in Österreich werden 73 Prozent bzw. rund 390.000 Kühe einer regelmäßigen Kontrolle unterzogen. Die Förderung der Leistungsprüfung dient lediglich zur Abdeckung des verhältnismäßig höheren Mehraufwandes pro Kontrollkuh bei Kleinbetrieben. Immerhin sind dies etwa 80 Prozent der in Österreich vermarkteten Milch, die von den kontrollierten Kühen produziert wird. Diese Milch unterliegt einer lückenlosen Qualitätskontrolle, wie sie in anderen landwirtschaftlichen Produktionssparten kaum zu finden ist.
Rinderzucht muss weiterhin in Bauernhand bleiben
Die Arbeitsgemeinschaften der Rassen Fleckvieh, Braunvieh, Holstein, Pinzgauer, Grauvieh sowie der Fleischrassen koordinieren die jeweiligen Zuchtprogramme, die konsequente Umsetzung erfolgt über die Rinderzuchtverbände und durch den Züchter selbst. Das ist ein wesentlicher Bestandteil für den internationalen anerkannten hohen Standard der österreichischen Rinderzucht. Der Züchter kann über entsprechende Gremien in den Verbänden über die zukünftige Entwicklung und die Strategie seines Verbandes mitbestimmen. Zukunftsträchtige Projekte wie das GESUNDheitsmonitoring.RIND und die genomische Selektion werden von den einzelnen Züchtern mitgetragen und sind wesentlich am Erfolg der Projektverläufe beteiligt. In anderen Branchen (Schweine, Saatgut) ist der Bauer lediglich Konsument, die Forschung und die Vermehrung von Saatgut wird von Konzernen betrieben. Letztendlich ist es auch die bäuerliche Rinderzucht, die Träger bei der Umsetzung von Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen ist und die Sicherung und Erhaltung seltener Rinderrassen gewährleistet.
05.08.2010


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