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Künstliche Besamung sichert Zuchtfortschritt

Die künstliche Besamung ist neben der Selektion die wichtigste Maßnahme für die Realisierung erfolgreicher Zuchtprogramme, um die heimische Zuchtrinderproduktion auf dem aktuell hohen Leistungsstandard erhalten zu können.

Samenexporte 2009 nach Ländern, insgesamt 464.823 Portionen Foto: -
Wie dem Jahresbericht der ZAR zu entnehmen ist, wurden im Vorjahr insgesamt rund 1,370.000 künstliche Besamungen durchgeführt. Diese für den Zuchtfortschritt wichtige Arbeit wurde im Jahr 2009 von 782 Tierärzten, 68 Besamungstechnikern und rund 6.500 Bauern auf ihren Betrieben erledigt. Jeder Tierarzt führte somit im Jahresdurchschnitt 3 Besamungen pro Tag durch. Die Besamungstechniker kamen täglich auf 3,7 Besamungen, Landwirte erledigten im vergangenen Jahr eine Besamung pro Woche. So wurden je eingesetztem Stier fast 2.450 Besamungen registriert. Die am häufigsten verwendeten Stiere liegen allerdings deutlich über diesem Durchschnitt. Der Fleckviehstier HUPSOL wurde im Vorjahr über 24.000 Mal eingesetzt, der am häufigsten eingesetzte Braunviehstier HURAY kommt auf etwa 5.400 künstliche Besamungen. Der Stier LOUVET führt mit 2.900 Besamungen die Liste bei den Holsteins an, der Pinzgauer Stier RAT kommt auf 877 Besamungen, der Grauviehstier NIMIL schaffte es auf knapp 700 Besamungen. Im Jahr 2009 wurden 94,6 Prozent der 377.680 Herdebuchkühe (Milchleistungsprüfung) künstlich besamt, die restlichen 5,4 Prozent der Besamungen erfolgten über den Natursprung.

Österreichs Rinderzucht in über dreißig Ländern präsent
Österreichs Rinderzucht ist durch den Export von Zuchtrindern und Samen in über dreißig Ländern der Welt erfolgreich positioniert. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Exporterfolg tragen Messen, Ausstellungen und Leistungsschauen bei. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten konnte sich die österreichische Rinderzucht auf in- und ausländischen Märkten behaupten und neue Absatzländer erschließen. Die Arbeitsgemeinschaften der Rassen Fleckvieh, Braunvieh, Holstein, Pinzgauer, Grauvieh sowie der Fleischrassen koordinieren gemeinsam mit der RINDERZUCHT AUSTRIA die Teilnahme an über 25 internationalen Landwirtschaftsmessen. Die Arbeit von sechs Besamungsstationen sind dabei eine unerlässliche Voraussetzung für die Zuchtviehproduktion. Im vergangenen Jahr wurden etwa 460.000 Samen von hochwertigen heimischen Zuchtstieren in über dreißig Ländern exportiert, ein wesentlicher Teil über die GENETIC AUSTRIA. Gut drei Viertel gingen in die EU, 15% in europäische Drittländer und über 4% wurden in Afrika abgesetzt.
 
Nähere Informationen erhalten Sie auch im Jahresbericht der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter Ausgabe 2010.

25.08.2010