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Rinderzucht - Wie geht es weiter?

Fünf-Punkte-Programm wurde an agrarpolitische Entscheidungsträger übermittelt.

5 Punkteprogramm RINDERZUCHT AUSTRIA Foto: -
In diesen Tagen wurde das Fünf-Punkte-Programm der RINDERZUCHT AUSTRIA an Entscheidungsträger der Agrarpolitik übermittelt und mit Funktionären der österreichischen Rinderzucht bundesweit diskutiert. „Es ist uns bisher gut gelungen, unsere Forderungen Richtung Öffentlichkeit und vor allem Richtung Politik zu positionieren und einen wichtigen Grundstein für weiterführende Diskussionen zu legen. Danke an alle Funktionäre, die in diesen Tagen mit Entscheidungsträgern im Agrarbereich die Forderungen der Rinderwirtschaft diskutiert haben. Die Öffentlichkeitsarbeit mit unseren Themen wird auch in den kommenden Wochen ein wesentlicher Tätigkeitsbereich der heimischen Rinderzucht sein, um auf die Leistungen der bäuerlichen Zuchtbetriebe hinzuweisen. Wichtig ist uns dabei eine Bewusstseinsbildung vor allem auch in der Bevölkerung, dass vom finanziellen Ausgleich für die Bauern auch nachgelagerte Wirtschaftsbereiche und der Tourismus sehr stark profitieren“, so ZAR-Obmann Ök.-Rat Anton Wagner. Die Punkte eins, „Datenerhebung und Datenaufbereitung“ und zwei, „Zucht-programm und Zuchtarbeit“, wurden in der Ausgabe 10/2010 des ZAR-Newsletters dargelegt. Die weiteren Punkte sind nachstehend ausgeführt.

Punkt 3: Rinderschauen und Messen - Marketing und Motivation der Züchter
Pro Jahr werden etwa 25 Auslandsmessen über den Marketingausschuss der
RINDERZUCHT AUSTRIA koordiniert und von den Rassenarbeitsgemeinschaften und den Rinderzuchtverbänden durchgeführt. Damit kann eine gemeinsame Werbestrategie der österreichischen Rinderzucht verfolgt werden und ein effizienter Einsatz der Werbemittel ist gewährleistet. Bundesweite Rinderschauen, die vorwiegend über die Rassenarbeitsgemeinschaften abgehalten werden sowie Landesschauen der Rinderzuchtverbände sind zusätzlich ein wichtiges Schaufenster für Zuchttierkäufer im Inland und vor allem auch im Ausland. Für den Züchter selbst sind Rinderschauen eine Motivation, ihre schönsten Tiere einem breiten Publikum zu präsentieren. Vor allem die Jugend wird mit ideenreichen Rahmenprogrammen motiviert, den Beruf Bäuerin und Bauer auch in Zukunft auszuüben. Die Messen und Rinderschauen sind für den Zuchtviehabsatz im In- und Ausland unerlässlich. Alleine der Export an Zuchttieren gewährleistet eine jährliche Wertschöpfung von 20 bis 50 Mio. €. Die Rinderzucht sorgt somit für ein zusätzliches finanzielles Standbein der Züchter neben dem Einkommen aus der Milch- und Fleischproduktion.


5 Punkteprogramm RINDERZUCHT AUSTRIA Foto: -
Punkt 4: Forschung und Bildung - wichtig für Weiterentwicklung der Rinderzucht

Die Rinderzucht entwickelt sich derzeit mit enormer Geschwindigkeit weiter. Technologische Entwicklungen wie die genomische Selektion, die mobile Datenerfassung im Rahmen der Milchleistungsprüfung sowie die Erhaltung und Verbesserung der Tiergesundheit über das Projekt GESUNDheitsmonitoring.RIND sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Rinderzuchtbetriebe von enormer Bedeutung sind. Über internationale Kooperationen - die ZAR ist z.B. Mitglied beim Förderverein für Biotechnologieforschung (FBF) - bleibt gewährleistet, dass der Know-how-Gewinn aus der Forschung auch direkt dem Bauern zugänglich gemacht wird. In der kostenintensiven genomischen Selektion kooperiert FLECKVIEH AUSTRIA mit den deutschen Partnern in Bayern und Baden-Württemberg. BRAUNVIEH AUSTRIA arbeitet mit INTERGENOMICS, HOLSTEIN AUSTRIA mit EUROGENOMIC an der Entwicklung der Genomselektion.
Die Weiterbildung der Jugend mit dem Bildungsprojekt „Jungzüchterprofi“, die Fortbildung von Zuchttrainern sowie die Schulung von Funktionären in der Rinderzucht haben einen sehr hohen Stellenwert. Aktuelle Forschungsergebnisse gelangen über Bildungsmaßnahmen somit direkt zu den Züchterfamilien.

Punkt 5: Klare Positionierung in der Öffentlichkeit sowie der gemeinsamen Interessen
Die klare Positionierung der Interessen der österreichischen Rinderzüchter gegenüber den politischen Entscheidungsträgern, den gesetzlichen Interessenvertretungen und der Verwaltung auf europäischer, nationaler und föderaler Ebene erfordert eine gemeinsame Plattform, wie sie als RINDERZUCHT AUSTRIA gegeben ist. Die ZAR ist Mitglied bei INTERBULL, entsendet Mitglieder für die gemeinsame Zuchtwertschätzung mit Bayern und Baden-Württemberg, ist Mitglied bei der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde sowie bei der Exportplattform in Brüssel. Eine wesentliche Aufgabe unserer Arbeit ist die positive Darstellung des Berufes „Bäuerin und Bauer“ in der Öffentlichkeit. Das Programm steht ab sofort auf www.zar.at unter ZAR -> Publikationen -> Sonstige als Download zur Verfügung. 
 
5 Punkteprogramm RINDERZUCHT AUSTRIA5 Punkteprogramm RINDERZUCHT AUSTRIA

31.08.2010