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Gastkommentar von Landesrat Dr. Pernkopf

Vermarktungszentren erhalten bäuerliche Landwirtschaft

 Foto: weinfranz
Die Rinderzucht und die Milchwirtschaft zählen zu den tragenden Säulen der heimischen Landwirtschaft. Ihre Bedeutung ist zum einen daran ersichtlich, dass sie rund ein Viertel des Produktionswertes der österreichischen Landwirtschaft erwirtschaften, andererseits eine flächendeckende Bewirtschaftung des Grünlandes und die Pflege der Bergregionen ohne Rinderzucht und Milchwirtschaft nicht gegeben wären. Sie tragen somit wesentlich zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft bei.

Die Rinderzüchter leisten hervorragende Arbeit, für die ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen möchte. Diese Arbeit garantiert Sicherheit für die Bäuerinnen und Bauern sowie für die Konsumenten. Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Rinderzüchter ist starke Partnerin der Landwirtschaft, sie kümmert sich um die Bestandsbetreuung und vorbeugende Tiergesundheitsprogramme. Sie garantiert nachhaltige Zucht und qualitativ gesicherte Erzeugung von Lebensmittel tierischer Herkunft. Apropos Tiergesundheit: Niederösterreich war hier vor 15 Jahren mit der Gründung des ersten Tiergesundheitsdienstes Vorreiter in Österreich. Qualität in der Produktion kann aber auf Dauer nur sichergestellt werden, wenn in die Zukunft investiert wird. Mit der neuen Versteigerungshalle in Bergland hat Niederösterreich einen wichtigen weiteren Schritt in Richtung Qualitätssicherung in der Rinderzucht gesetzt. Dieses neue Vermarktungszentrum dient der Festigung des Produktionsstandortes Niederösterreich und der Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft. In dieses Zentrum wurden rund 6,5 Millionen Euro investiert, die Förderung belief sich auf 942.000 Euro, wovon auf die EU 459.000, auf den Bund 290.000 und das Land Niederösterreich 193.000 Euro entfielen. Investitionen dieser Art stärken den ländlichen Raum in seiner Gesamtheit.

Wir werden alles daran setzen, dass der ländliche Raum auch weiterhin lebensfähig bleibt und seine Strukturen gestärkt werden. In diese Richtung gehen unsere Bestrebungen bei den Verhandlungen über die gemeinsame Agrarpolitik nach 2013 in Brüssel. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die heimischen Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft gute Rahmenbedingungen und möglichst wenig Bürokratie vorfinden werden.

Ich wünsche der ZAR und allen heimischen Rinderzüchtern alles Gute und weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit.

10.01.2012